(0 Bewertungen, Durchschnitt 0 von 5)
Initiativen

Pro Reli

Mit der verpflichtenden Einführung des Faches „Ethik“ für alle Schülerinnen und Schüler an den Berliner Oberschulen durch den rot-roten Senat fiel die verfügbare Zeit in der Stundentafel für den evangelischen, katholischen, jüdischen und moslemischen Religionsunterricht weg. Die Religionsgemeinschaften durften nun nur noch außerhalb des Stundenplans den in den anderen Bundesländern üblichen und staatlich kontrollierten Unterricht erteilen.

Dagegen richtete sich die Initiative „ProReli e.V.“, die den Religionsunterricht gleichberechtigt als Wahlpflichtfach neben den Ethikunterricht stellen wollte.

Das von Pro Reli eingebrachte Volksbegehren „Freie Wahl“ erreichte im Frühjahr 2009 zwar noch das erforderliche Quorum, der anschließende Volksentscheid fand jedoch keine Mehrheit in der Berliner Bevölkerung. Die Befürworter des Volksentscheids beklagten dabei, dass der Termin zur Abstimmung nicht mit der kurz darauf folgenden Europawahl zusammengelegt wurde. Die Berliner Schule nimmt mit der Regelung zum Religionsunterricht somit eine Sonderrolle in Deutschland ein.

Ähnliche Einträge